Freitag, 23. Dezember 2011

Infrarotkabinen

Infrarotkabinen
Infrarotkabinen- Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht

Viele Menschen, die den Nutzen wärmender Strahlen erkannt haben, möchten sich eine Infrarotkabine zulegen. Bei der Recherche, z.B. im Internet, passiert es immer wieder, dass sie an ihrem Vorhaben scheitern, da die Auswahl und die jeweilig suggerierte Wirkung so auf den ersten, aber auch auf den zweiten Blick angeblich so vielfältig unübersichtlich sind.

Je nach Hersteller gibt es Flächenstrahler, keramische FRCB- Flächenstrahler, Keramik-Breitflächenstrahler, Inframineralstrahler, Rotlicht Vollspektrum Tiefenwärmestrahler, Magnesium/ Incoloy Strahler, Wärmeplatten, Vitae Strahler, Magnesiumoxyd Dunkelstrahler, Keramik/Magnesium Oxyd Strahler, Vollkeramik-Stabstrahler mit Spezialglasur und idealtypischer spektraler Leistungsverteilung der Wärmestrahlung, Natursteinheizsysteme, Infrarotkabinen Zonenstrahler uvm.
Wie soll man da noch den Überblick behalten?

Keine Angst. Der kommende Artikel soll Ihnen etwas die Furcht davor nehmen.

Im Grunde genommen gibt es drei Arten von Infrarotkabinen.

Wichtig ist für den Verbraucher im Vorfeld für sich zu klären, welcher Nutzertyp er/ sie ist.
Wie wichtig ist Ihnen die Strahlungsintensität? D.h. reicht Ihnen eine Infrarot-C-Strahlung (Langwelle, bis max. 250° Grad heiß, dringt bis ca. 1 mm in die Haut ein) völlig ausreichend oder benötigen Sie auch B-Strahlungen (Mittelwelle, 250° bis 750° Grad heiß, dringt bis ca. 2 mm in die Haut ein) oder sogar A-Strahlungen (Kurzwelle, zwischen 500 bis 1700 °C heiß, dringt bis ca. 6 mm in die Haut ein), z.B. für medizinisch-gesundheitliche Aspekte?
Sind Sie eher der Typ, der einen längeren Aufenthalt mit Entspannung und Sich- Zurücklehnen in einer Infrarotkabine wünscht?
Oder sind Sie eher der Typ, der einen kurzen Aufenthalt, aber mit maximaler Wirkung bevorzugt?

Falls Sie sich zu der ersten Gruppe zählen, bietet der Markt grundsätzlich zwei Infrarotkabinenarten an:

1.    Die Flächenstrahlerkabinen oder
2.    Die Hinterwand-Folienstrahler-Kabinen

Bei den Flächenstrahler-Infrarotkabinen werden die Flächenstrahler an allen Wänden der Infrarotkabine angebracht und strahlen dann beim Aufenthalt im Liege- und Sitzbereich gleichmäßig auf den Körper.
Vorteilhaft bei dieser Bestrahlung mit max. 80° Grad Oberflächentemperatur ist, dass sie sich entspannt an die Wände anlehnen können. Die Flächenstrahler agieren ohne Streuung, da sie vor dem Holz befestigt sind. Je nach Hersteller strahlen die Flächenstrahler unterschiedlich heiß, d.h. sie können je nach Typ zwischen 45-96 Prozent Infrarotwirkung erzielen.

Ebenfalls Infrarotstrahlung in Stärke C liefern die Hinterwand-Folienstrahler.
Die Wärmestrahler werden als Folien längs zwischen Rück- und Innenwand in Kammern eingebaut. Vorteilhaft hierbei ist, dass von der eigentlichen Technik nichts zu sehen ist und Sie sich bequem anlehnen können. Allerdings entsteht eine Streuung der Wärme, die sich erst durch das Holz durcharbeiten muss. Das bedeutet eine längere Aufheizzeit als beim Flächenstrahler und eine max. Wirkung zwischen 30-40 Prozent Infrarotstrahlung.
Falls Sie sich zu dem Typus der Gruppe Zwei zählen, dann sollten Sie einen Punktstrahler bevorzugen:

3.    Die Strahlerkabinen, meist Quarzsand-, Keramik- oder Magnesium-Oxyd-Strahler

Diese Strahler sind die bekanntesten und am längsten auf dem Markt erhältlichen und werden für punktuelle Bestrahlung eingesetzt.
Die Strahler bestehen aus einem Reflektor, einem Heizwendel (spiralige Drähte gezogener Heizleiter) und einem Schutzgitter. Der Heizwendel ist entweder in einer U-förmigen oder als Einstrang-Version erhältlich. Aufgrund der sehr hohen Temperaturen, die die Heizspirale erzielt, ist ein Schutzgitter unabdingbar, da ansonsten die Gefahr von Verbrennungen entsteht.
Je nach Typ und Hersteller können die Strahlerkabinen im Gegensatz zu den Flächenstrahlerstrahler- oder Hinterwand-Folienstrahler-Kabinen die Infrarotstrahlungen in den Varianten A, B und C erzeugen. Diese Infraroteffizienz liegt bei ca. 15-40 Prozent. Es ist deshalb so niedrig, da die Strahler nicht nur einen Infrarotstrahlungstypen berücksichtigen.
Bei A oder B-Strahlung empfiehlt sich auf jeden Fall eine Schutzbrille, da die Strahlung die Netzhaut des Auges verletzen könnte.

Mit diesem Vorabinformationen sollten sie gut gerüstet sein, um sich eine Infrarotkabine für Ihren speziellen Typ auszusuchen. Lassen Sie sich nicht von Verkäuferfachchinesisch aufs Glatteis führen, sondern erläutern Sie ganz genau, was Sie haben möchten. Dann werden Sie viele Jahre Freude und Entspannung in Ihrer Infrarotkabine erfahren.
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