Freitag, 9. Dezember 2011

Sauna vs Infrarotkabine

Spamfreier Vergleich „Sauna versus Infrarotkabine“

Es gibt schon viele Artikel sowohl im Print- als auch im Webbereich, die sich mit dem Thema „Unterschied zwischen Sauna und Infrarotkabine“ auseinandersetzen. Oftmals mit dem Hintergrund, dass Firmen, je nach Angebotsschwerpunkt, entweder für eine Sauna, für eine Infrarotkabine oder für eine Kombination aus beidem werben wollen. Und natürlich, wie soll es auch sonst sein, ist das jeweilige Produkt das beste auf dem Markt.

Doch hier ist Vorsicht geboten! Da grundsätzlich medizinische Aussagen im Zusammenhang mit Sauna und Infrarot gegen das Heilmittelgesetz verstoßen und nicht erlaubt sind, dürfen Unternehmen, die ihre jeweiligen Produkte „an den Mann bringen“ wollen, eigentlich keine gesundheitlichen Vergleiche zwischen Sauna und Infrarotkabinen heranziehen. Dennoch wird dies oft, ob wissend- oder unwissendlich sei dahingestellt, zur Verkaufsunterstützung getan.

Dabei gibt es gerade im Bereich Infrarotkabine noch keine exakten, ausreichenden wissenschaftlichen Erfahrungen. Die gesundheitlichen Auswirkungen der Infrarotstrahlung werden erst seit ca. 15 Jahren von Wissenschaftlern genauer „unter die Lupe“ genommen. Im Gegensatz zur Sauna, die schon seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar schon seit Jahrtausenden den Menschen bekannt ist und schon einige medizinische Tests und wissenschaftliche Auswertungen in puncto „Wirkung auf den Menschen“ erfuhr bzw. erfährt.

Aus diesem Grund soll im kommenden Artikel versucht werden, neutral einen Vergleich zwischen Sauna und Infrarotkabine im privaten Bereich zu erstellen. Dies soll möglichst ohne Für und Wider für ein bestimmtes Produkt geschehen. Wichtig sind zum einen rein technische Fragen wie Größe, Leistung und Verbrauch einer Sauna bzw. Infrarotkabine. Zum anderen werden genauer die Abläufe eines Saunagangs bzw. beim Aufenthalt in einer Infrarotkabine erläutert mit möglichen positiven gesundheitlichen Folgen.

Bei der Sauna entsteht durch einen Saunaofen Konvektionswärme. Die Luft erwärmt bzw. erhitzt sich, dehnt sich aus und steigt im Raum auf. Die trockene Hitze in der Sauna von ca. 70-110° Celsius und die geringe Luftfeuchtigkeit von ca. 10-15 Prozent bewirken einen Temperaturanstieg der Haut um ca. 10° Celsius und einen Körpertemperaturanstieg um ca. ein bis zwei Grad.

Der Körper fängt in der Sauna an zu schwitzen.
Generell sollte vor dem Saunieren geduscht werden. Der erste Saunagang dauert ca. 10-15 Minuten. Durch das Schwitzen wird das Blut eingedickt. Danach erfolgt eine Kaltwasserdusche mit anschließendem warmem Fußbad. Der Wechsel zwischen Hitze und Kälte stimuliert den Kreislauf und den Stoffwechsel und reinigt des Haut- und Körpergewebe, z.B. von Krankheitsstoffen und Schwermetallen. Nach einer ca. 10-30-minütigen Ruhephase erfolgt der zweite Saunagang. Diese Prozedere sollte noch ein drittes Mal erfolgen.
Generell werden dem Saunieren folgende positive Eigenschaften zugerechnet:

•    Anregung der Durchblutung
•    Stärkung des Immunsystems
•    Reduzierung der Infektionsanfälligkeit
•    krampflösende Wirkung auf die Atemwege
•    Entspannung der Bronchialmuskulatur
•    Entspannung der Muskulatur
•    Reinigung der Haut und Poren
•    Anregung des vegetativen Nervensystems
•    Stressabbau
•    Entschlackung des Körpers
•    Anregung der Nieren
•    Anregung des Kreislaufs
•    Schlafförderung
•    Linderung von Gelenkbeschwerden
•    Steigerung der Fitness


Bei der Infrarotkabine wird Infrarotstrahlung, eine elektromagnetische Wellenstrahlung, ausgesandt, die keine hohe Temperatur hat (ca. 35-50° Celsius). Da der menschliche Körper als Hindernis, als absorbierender, wärmeaufnehmender Gegenstand, für die Strahlung auftritt, dringt diese in die obersten Hautschichten des Menschen ein und erhitzt den Körper von innen heraus, ähnlich wie wir es auch von der Sonne her kennen. Körpermoleküle werden in Schwingung versetzt. Je nach Wellenlänge (Kurz-, Mittel- oder Langwelle) dringen die unsichtbaren Infrarotstrahlen unterschiedlich tief in die Hautoberflächen. Diese werden in A-, B- oder C-Strahlen unterteilt. A- und B-Strahlen sollten nie das Gesichtsfeld bestrahlen, da diese die Netzhaut des Auges verletzen können.

Wie bei einem Saunagang sollte auch vor der Benutzung der Infrarotkabine heiß geduscht werden (inklusive Abtrocknen). Im Gegensatz zur Sauna erfolgt nur ein Gang, der ca. 30 Minuten im Schnitt andauert.
Der Wirkung der Infrarotkabine werden folgende Attribute zugeordnet:

•    Schonung des Kreislaufs
•    Anregung der Durchblutung
•    Entspannung der Muskulatur
•    Stärkung des Immunsystems
•    Entschlackung des Körpers
•    Anregung der Nierenfunktion
•    Reduzierung der Infektionsanfälligkeit

In der Regel hat die Sauna, aufgrund des Ofens, einen 400V- Starkstromanschluss. Sie verbraucht, abhängig von der Größe, ca. 6 bis 9 Kilowatt pro Stunde. Die Infrarotkabine benötigt im privaten Bereich meist nur einen 230 V- Anschluss. Der Verbrauch liegt dabei bei ca.1,2 bis 2,5 Kilowatt pro Stunde. Dies ist ebenfalls abhängig von der Größe der Infrarotkabine und von der Anzahl der Flächenstrahler.

Sie sehen, die Sauna und die Infrarotkabine haben teilweise ähnliche, manchmal unterschiedliche Vorteile. Jeder Nutzer muss für sich ausmachen, welche jeweiligen Vorzüge er mehr bevorzugt.
Bin ich eher traditionell oder modern veranlagt?
Wie wichtig ist mir der Stromverbrauch?
Welche jeweiligen gesundheitlichen Aspekte sind mir wichtig?
Sollen mehrere Leute in den Genuss einer Sauna oder Infrarotkabine kommen?
Dies ist nur eine Auswahl von vielen Fragen, die sich ein Interessent stellen sollte.

Viel Spaß beim Erholen!
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