Freitag, 9. Dezember 2011

Saunaholz Teil 1

Generell sollten Hölzer für die Sauna von splitterfreier und glatter Qualität sein. Bei Blockbohlensaunen ist darauf zu achten, dass je stärker die Bohlen sind, desto stabilere und besser wärmedämmende Eigenschaften besitzen sie.

Ein wichtiger Aspekt, damit Sie lange an Ihrer eigenen Privatsauna Freude haben, ist die Holzwahl. Natürlich ist die Auswahl, welches Holz Sie präferieren, zu aller erst einmal eine reine Geschmackssache. Hinzu kommt noch, wie viel Sie eigentlich bereit sind zu investieren.
Das Budget muss ja geplant sein.

Geeignete Holzsorten für die Ummantelung (Wände und Decke)

Fichte
Die bekannteste Holzsorte, die zum Saunabau genutzt wird, ist die (nordische) Fichte. Man sollte dabei aber beachten, dass alle Fichten als nordisch bezeichnet werden, die nördlich vom Äquator wachsen. Bevorzugen sollten Sie somit die Polarfichte aus „kalten“ Regionen wie Skandinavien, dem Baltikum und Karelien (Landschaft zwischen Russland und Finnland). Da diese Polarfichten aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse langsam wachsen, sind diese härter und fester, dadurch stabiler und harzen weniger. Fichten aus mediterranen Gebieten sollten vermieden werden. Sie sind wesentlich weicher und es besteht eine große Gefahr, dass zähe, nicht wasserlösliche Flüssigkeit austritt. Positiv ist bei der Polarfichte die geringe Verastung. Die Äste sind fest eingewachsen, was der Formstabilität zu Gute kommt.

 Tanne
Neben der Fichte wird auch oft die Tanne als Saunaholz eingesetzt. Die bekanntesten Spezies hierfür sind die Sibirische Tanne, die Europäische Weißtanne und die Kanadische Hemlocktanne. Auch hier gilt, besser die Finger von mediterranen Tannen zu lassen. Diese neigen ebenfalls sehr zur Verharzung. Sie sollten, ähnlich wie bei den Fichten, soweit wie möglich aus dem hohen Norden stammen. Kanadischer Hemlock hat den Vorteil, dass es durch die eng liegenden Jahresringe sehr hart und standfest ist. Es hat wenig Harz und ist extrem gut gegen Feuchte und Fäulnis gewappnet. Hemlock besitzt einen angenehmen rötlich braunen Farbton. Aus diesen Gründen wird diese Tannenart auch sehr oft für den gewerblichen Saunabau verwendet.
Generell sind Tannen hochwertiger als Fichten. Dies macht sich auch im Preis bemerkbar. Als Richtlinie können Sie sich merken, dass bei einer Privatsauna mit vier Quadratmetern alleine der preisliche Unterschied bei der Innenholzausstattung zwischen Fichte und Hemlock bei ca. 1000 Euro besteht.

Weitere Holzarten
Ebenfalls sind für Saunen auch die Hölzer aus Kiefer, Kanadischer Zeder, Erle und Espe anzutreffen.
Falls Sie sich für Kiefer entscheiden, sollten Sie vorsichtig sein. Bitte nehmen sie nur Kiefer aus Polarregionen, da das Holz generell sehr harzig ist. Es hat einen sehr schönen warmen und leicht gelblichen Farbton.

Espe und Erle sind hell bis mittelbraun, aber relativ teuer.
Die Kanadische Zeder ist ebenfalls sehr für den Saunabau geeignet, da sie wenig harzt. Durch ihre lebhafte rötlich-braune Farbe ist sie aber sehr speziell in der Optik.

Ein Luxusholz für den Saunabau ist Keloholz. Es ist altes, abgestorbenes Holz, meist von der Kiefer, und ist wegen seiner Trockenheit für die Sauna sehr gut geeignet. Kelo besitzt eine edle graue Farbe und wird oft in noblen Wellness-Hotels für Saunen eingesetzt.

Im nächsten Bericht werden weitere Holzarten behandelt und Holz für die Innenausstattung geschrieben in dem Blog holzstich.
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