Freitag, 9. Dezember 2011

Untergrund Parkett

Untergrund ParkettLieber ein Kühles in der Hand als was Lauwarmes am Fuß

Von was wir hier sprechen? Nichts anderes als von einem PILS.

Wenn „mucor“ und „Tinea pedis“ zusammenkommen, dann verheißt das nichts Gutes. Schon wenn sie einzeln auftreten, sollte man Ihnen zumindest mit Vorsicht begegnen.
Mucor ist die lateinische Bezeichnung für Schimmelpilz, Tinea pedis für Fußpilz.

Was hat dies nun mit dem Parkett zu tun?
Auf den ersten Blick scheint dieses Thema sehr abwegig. Wenn man aber genauer unter die Oberfläche (des Bodens) schaut, dann können sich Abgründe auftun.

Wie entsteht Schimmel- bzw. Fußpilz?
Schimmelpilze finden sich auf feuchtem Holz als farbiger Belag wieder. Voraussetzung ist Feuchtigkeit im Holz bzw. das vom Holz aufgesogen wurde. Auch ein zu hohe Luftfeuchtigkeit bzw. Raumluft kann die Ursache sein. Da Holz eine organische Substanz ist, können die Schimmelpilze darauf wachsen und eine Reihe von Fäulnisprozessen entsteht.

Fußpilz ist eine Fußinfektion, die besonders in den Zwischenräumen der Zehen und an den Fußsohlen auftreten. Feuchte Untergründe über die viele Menschen laufen oder zu enge und zu wenig luftdurchlässige Räume (wie Schuhe) fördern ein feucht-warmes Klima. Idealer Nährboden zur Ausbreitung von Fußpilz, dessen typische Symptome Nässe, Blasenbildung und Rötung sind. Die Parallelen zu Schimmelpilz sind leider unverkennbar.

Wenn nun Schimmelpils Parkett befallen hat, dann ist der Fußpils auch nicht mehr weit. Gleich und gleich gesellt sich gerne.

Fehler beim Parkettverlegen
Schon manchem Liebhaber von Parkett ist vor Schreck das kühle Pils aus der Hand gefallen, als er/ sie bemerkte, dass der Boden muffig riecht, vermehrt Fugen bildet oder aufquillt und man z.B. selbst andauernd niesen muss (ganz abgesehen vom eigenen Fußpils). Dann ist die Gefahr eines Schimmelpilsbefalls sehr groß.

Dies kann mehrere Ursachen haben.
Viele verlegen Ihr Parkett auf Teppichboden. Der Teppich ist aber oftmals im Vorhinein zu weich, schon mit Nässe vollgesogen oder verschmutzt. Oder es entsteht auf Grund der Enge zum Parkett Pilsbefall. Oder alles zusammen!

Unter dem Parkett staut sich Wärme, bildet sich Feuchtigkeit. Für Pilze und auch Milben ein idealer Nährboden. Die Nässe und das Getier suchen sich einen Weg nach außen. Entweder bei jedem Tritt durch die Fugen oder an den Seiten bei den Sockelleisten (sofern diese wegen Bequemlichkeit und Geldersparnis überhaupt montiert wurden).

Ein weiterer Grund ist, dass entweder keine oder falsche Dampfsperren oder Dämmungen benutzt wurden oder dass die Zwischenschichten undicht sind.
Bei undichten Folien oder Dämmungen kondensiert die Feuchtigkeit und dringt in die jeweiligen Materialschichten ein.
Bei Unterböden wie Estrich, Beton oder Fliesen sollte unbedingt eine Feuchtigkeitsluftbremse eingezogen werden. Die Dampfbremse ist eine Folie, die das Eindringen von Wasserdampf verringert. Eine geringe Diffusion ist dennoch möglich, da die jeweiligen Stoffe organische Materialien sind.
Bei Unterböden wie Holzdielen, Spanplatten oder PVC darf auf gar keinen Fall eine Dampfbremse verwendet werden. Hier darf keine Diffusion erfolgen. Trittschalldämmungen sind aber unbedenklich, soweit sie unbeschadet sind.

Generell wichtig ist natürlich auch, dass das Parkett auch von oben so wenig wie möglich Wasser aufnimmt. Falls dennoch mal ein Pils auf dem Boden auslaufen sollte, bitte sofort wegwischen. Ebenfalls ist auf die Raumluft zu achten. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit vergrößert die Gefahr von Pilsbefall.

Sie sehen, Schimmelpilsbefall kann man verhindern.
Ähnlich wie bei Fußpils ist es wichtig, die Zwischenräume (bei Parkett zwischen Untergrund und Holz, bei den Füßen zwischen den Zehen) trocken zu halten.

Ihre Füße und Ihr Boden werden es Ihnen danken.

Darauf ein Pils. Prost!
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