Montag, 9. Januar 2012

Gartenhaus Garten Dachformen Teil 2

Tonnendach/ Halbtonnendach

Sicher kennen Sie den despektierlichen Ausdruck „etwas in die Tonne treten“. So ist es aber bei diesen Dachformen, die in diesem Artikel vorgestellt werden, ganz und gar nicht. Gerade weil das Tonnendach und das Halbtonnendach diese Form und dadurch ihre Namensgebung bekommen haben, sind sie besonders. Beide bestechen durch ihre optischen und energetischen Vorzüge.

Tonnendach

Tonnendächer sind schon seit über 2000 Jahren bekannt. Sie sind eine der ältesten Dachformen, die es überhaupt gibt. Schon in China, Indien, aber auch im heutigen Israel waren sie verbreitet. In der heutigen Zeit trifft man das Tonnendach häufig bei Industriebauten an. Erinnern Sie sich z.B. an große Hauptbahnhöfe in Deutschland. Dort wird diese Dachform seit dem 19. Jahrhundert besonders geschätzt. Dies hat mit den statischen Vorteilen zu tun, die ein Tonnendach besitzt.

Wie schon der Name sagt, ist ein Tonnendach gewölbt wie ein Fass, allerdings wie ein halbliegendes (verständlich, sonst wäre das Haus ja kreisrund, was nicht stehen könnte).
Der Radius (Halbmesser) bleibt gleich und die Neigung des Daches nimmt zum Scheitelpunkt hin ab.
Durch die flexibel gebogenen Rippen stützt das Dach sich von selbst. Die zylindrische Dachform hat keinen klar erkennbaren First, der am Scheitelpunkt des Daches entlang läuft. Die Energie des Daches „fließt“ in die Tonne. Ecken und Kanten sind nicht notwendig. Dies bedeutet, dass es diese sensiblen, meist anfälligen Stellen gegen Witterungseinflüsse nicht vorhanden sind. Sie müssen keine zusätzliche Arbeit in das Abdichten der Fugen investieren und sparen durch diese Dachform Zeit und Geld. Bei Gartenhäusern mit dieser Dachform stehen in den meisten Fällen die Ecken und Kanten über. Dies hat den großen Vorteil, dass so automatisch Wasser schon abfließen kann. Die Wände werden besser geschützt. Zusätzliches Zubehör wie Regenrinnen muss dadurch nicht angebaut und hinzugekauft werden.
Durch das kreisförmige Dach werden auf jeden Fall Energiekosten eingespart.
Das Tonnendach eines Gartenhauses ist meist aus Metall wie Zink oder Kupfer gefertigt. Ebenfalls gibt es auch Tonnendächer aus Bitumen oder Kunststoffen.

Neben dem statischen und praktischen Plus überzeugt das Gartenhaus mit einem Tonnendach vor allem durch seine optischen Vorteile. Durch die weiche, runde Form fügen sich mit dieser Dachform ausgestattete Gartenhäuser wunderbar in die Natur ein. Es entsteht quasi ein Harmonie zwischen Garten und Gebäude.
Abstellflächen ohne Ecken und Kanten ermöglichen Ihnen, mehr zu verstauen.

Halbtonnendach

Eine abgewandelte Form des Tonnendaches ist das Halbtonnendach. Eine Traufe (Tropfkante am Dach) und ein First entstehen durch eine ca. Viertelkreisform. Das Dach ist dadurch nur halb so lang gewölbt ist wie das eigentliche Tonnendach. Auch Ellipsen oder Parabeln können diese Form bestimmten. Eine sehr schöne Optik bekommt man, wenn das Halbtonnendach zusätzlich mit einer gegenläufigen versetzten Viertelkreisform ausgestattet ist. Das weiche Erscheinungsbild bleibt bestehen, gleichzeitig bekommt es aber „verwinkelte“ Züge. Halbtonnendächer haben den Vorteil, dass an der geraden Seite ein weiteres Fenster eingebaut werden kann. Dadurch wird der Raum des Gartenhauses noch lichtdurchfluteter.

Egal, für welche Form Sie sich auch entscheiden, bei einem (Halb)-Tonnendach sind die statischen und daraus resultierenden energetischen Vorteile enorm. Und gleichzeitig bekommen Sie ein schönes, die Natur hervorhebendes Gartenhaus.

Tonnendach: Nichts, um es in die Tonne zu kloppen!
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