Montag, 9. Januar 2012

Parkettbericht Teil 3

Parkettbericht Teil 3 -Geschichte Hallo,
hier bin ich mal wieder. Letztes Mal bin ich ja plötzlich unterbrochen worden. Und es hat leider etwas länger gedauert, Ihnen wieder was über mein Leben als Parkettdiele in meinem Zuhause zu berichten.

Aber das hat auch einen guten Grund gehabt. Wir wurden nämlich ausführlich gepflegt. Das einzige Problem war, dass meine Geschwister und ich dabei aber fast umgekommen wären!

Sie fragen sich sicherlich, wie das passieren konnte?
Mein Besitzer hatte sich generell entschieden uns regelmäßig, jedes halbe Jahre, mit Öl zu behandeln. Das finde ich auch sehr gut, da im Gegensatz zu Lack wir nicht komplett mit einem Film überzogen werden. Wir können besser „atmen“, weil das Öl in unsere Poren dringt und dadurch kein Schmutz sich darin ansammelt.

Unser Besitzer achtet sehr darauf, dass wir gut behandelt werden. Aus diesem Grund hat sich meine Familie dazu entschlossen, eine professionelle Reinigungsfirma, extra spezialisiert für Parkett, zu engagieren.
Am Anfang lief auch alles wie geschmiert. Zuerst wurden wir ordentlich gekehrt bzw. mit einem besonders weichen Bürstenaufsatz gestaubsaugt. Einige meiner Geschwister, die z.B. schwere Möbel zu tragen haben, konnten anschließend ausgebessert werden. Die haben sich ganz schön gefreut!

Da meinem Hausherrn nichts zu teuer ist, hat er im Vorfeld extra lösungsmittelfreies Öl gekauft. Dennoch wurde beim Einölen ausreichend gelüftet, was einen sehr angenehmen „Peeling- und Erfrischungseffekt“ für uns hatte.

Wir wurden mit ölgetränkten Tüchern von den Angestellten der Firma vorsichtig eingerieben. Das war wirklich sehr angenehm. Das Öl wurde großzügig auf uns aufgetragen. Nach kurzem Einwirken wurde die überschüssige Flüssigkeit mit einem Gummiwischer abgezogen. So waren wir schön fleckenfrei.

Nun kommt jetzt aber das Schlimme: Ein Azubi der Firma war einmal alleine mit uns beschäftigt. Der Meister musste kurz zu einem anderen Kunden und ließ ihn zurück. Nun wollte dieser Junge tatsächlich eine Zigarette während des Einölens rauchen! Und was passiert natürlich? Das voller Öl getränkte Tuch fing Feuer!

Vor Schreck und Schmerz ließ er es fallen, rannte in die Küche und wollte tatsächlich ein paar meiner
Geschwister mit einem Eimer voll Wasser löschen. Wer ein wenig in der Schule aufgepasst hat, weiß, dass heißes Öl und Wasser zusammen nicht gut funktionieren. Ein Glück kam gerade der Chef wieder, nahm seinem Lehrling den Eimer aus der Hand und legte schnell ein paar feuerfeste Decken auf uns und trat das Feuer aus. Das hat uns das Leben gerettet. Puh! (Die Worte, die anschließend fielen, unterliegen der Schweigepflicht, da u.a. nicht ganz jugendfrei.)

Alle von uns konnten noch gerettet werden. Einige hatten aber ein paar dunklere Flecken. Zum Glück fand mein Herrchen das nicht so schlimm. Er meinte nur, dass guter Holzboden leben muss und nach einiger Zeit sowieso einige Macken abbekommt. Das würde der Patina gut tun. (Was auch immer das heißen mag.)

Nach 24 Stunden, nachdem alle von uns unser Öl abbekommen hatten und dies gut eingezogen war, konnte die Firma uns mit einer extra mitgebrachten Maschine schön polieren. Der Meister war seltsamerweise die ganze Zeit anwesend. Jetzt geht es uns wieder glänzend!

So, dies war ein weiterer Bericht aus meinem spannenden Leben. Bis zum nächsten Mal.
Es grüßt Sie das „Parkett Eiche Rustikal Schiffsboden lebhaft/ Reihe 2“.

„Heute ist nicht alle Tage - ich komm wieder, keine Frage“…
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