Donnerstag, 8. März 2012

Beanspruchungsklassen Laminat

Wie hart brauchen Sie es?

Natürlich haben Sie bei dieser Frage nur an die Beanspruchungsklassen von Laminat gedacht. An was denn sonst?

Laminat ist nicht nur vom Preis- Leistungsverhältnis ein sehr günstiger, sondern auch robuster Bodenbelag. Dennoch gibt es Unterschiede in der Stabilität bei Laminat.

Und jetzt kommt die Bürokratie ins Spiel.
Abhängig unter anderem von der Stoßfestigkeit, Abrieb*- und Kratzbeständigkeit, Licht- und Fleckenempfindlichkeit, Quellverhalten, von der Beanspruchung von Möbelfüßen, vom Druckverhalten und vom Verhalten gegenüber Zigarettenglut wird Laminat in verschiedenen Klassen eingeteilt.
Diese dienen zur besseren Charakterisierung des Laminats hinsichtlich Qualität und Anwendungsmöglichkeit. Die Mitgliederfirmen des Verbandes der Europäischen Laminatfußbodenhersteller e.V. (EPLF) setzten dazu Bildsymbole für angeratene Beanspruchungsklassen ein (europäische Norm 685). So können Verkäufer und Kunden besser erkennen und einschätzen, welcher Laminatbelag am besten für den jeweiligen Nutzungsbereich passt.
Nach europäischer Norm für Laminatböden (EN 13329) gibt es sechs (bzw. sieben, dazu später mehr) Beanspruchungsklassen, die in private und gewerbliche Verwendung eingeteilt sind.

In der folgenden Tabelle stellen wir Ihnen die Grundeinteilungen des Laminats zur besseren Orientierung vor:


Privat
Verwendung
Beispiele Bereiche
Klasse 21
mäßige Nutzung
Gäste- und Schlafzimmer
Klasse 22
normale Nutzung
Innenflur, Ess- und Wohnzimmer
Klasse 23
starke  Nutzung
Eingangsflur, Küche, Treppe
Gewerblich


Klasse 31
mäßige Nutzung
Konferenzraum, Hotelzimmer, kleines Büro
Klasse 32
normale Nutzung
Kindergarten, Büro
Klasse 33
starke Nutzung
Kaufhaus, Großraumbüro, Korridor
Klasse 34
sehr starke Nutzung
Eingangshalle


(Die Klasse 34 wird nur von manchen Herstellern angegeben, generell gehen die Beanspruchungsklassen in gewerblichen Bereich bis Klasse 33.)

Dieser Überblick hat für Sie den Vorteil, sich nicht durch Zertifikate, Gutachten und sonstige Beschreibungen durcharbeiten zu müssen. Auf einen Blick können Sie so das passende Laminat für Ihren jeweiligen Wohnbereich herausfinden.

Damit Ihrem Laminat nicht die Luft ausgeht, wenn’s mal hart auf hart kommt.

* Abriebbeständigkeit: Diese wird ermittelt, in dem man Laminat auf einen Apparat spannt und Reibräder mit Schmirgelpapier darauf setzt. Das Laminat wird nach 100 Umdrehungen der Räder auf Abrieb kontrolliert und das Schmirgelpapier alle 200 Umdrehungen gewechselt. Wenn erstmalig das Dekor des Laminats durchrieben wurde, wird dies als Anfangsabriebpunkt (IP) festgelegt.
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