Sonntag, 1. April 2012

Holzsteuer im Anmarsch

Wie aus Berliner Regierungskreisen seitens der CDU zu erfahren ist, hat Finanzminister Schäuble einen Gesetzentwurf hinsichtlich einer einheitlichen Steuer auf alle Hölzer, die zu Bau- und Wohnzwecken verwendet werden, vorgeschlagen.

Da die Bundesrepublik Deutschland wegen der Finanzkrise und deren verpflichteten finanziellen Bereitstellungen dringend Kapital benötigt, soll u.a. diese Holzsteuer nötiges Geld in die klamme Haushaltskasse bringen.
Schon 2011 plante die Europäische Kommission eine Steuer auf Rohstoffe, u.a. auf Holz. Dadurch sollte eine effizientere Nutzung generiert werden, die zu einem erhöhten Wirtschaftswachstum führt. Auf diesen Ansatz aufbauend versucht nun die Bundesregierung zunächst für die Bundesrepublik diese Steuerform einzuführen.

Ähnlich der Fettsteuer in Dänemark, die seit 1. Oktober 2011 existiert, soll es dabei um den direkten Gebrauch des Rohstoffes Holz gehen.
Dies würde gerade die Produkte betreffen, die wir Ihnen hier in unserem Blog vorstellen: also Bodenbeläge aus Holz, Holzbauten im Garten, Möbel, Türen und Holz für den Wellness-Bereich. Inwieweit Brennholz von diesem Gesetzesentwurf betroffen ist, konnte noch nicht in Erfahrung werden.
Ebenso ist die Höhe bzw. der Prozentsatz der Steuer noch unklar. Ob diese eine feste Pauschale, einen festen Steuersatz enthält oder mit der Mehrwertsteuer verrechnet wird, wird zur Zeit noch diskutiert. Ebenfalls gilt es noch genauere Details bezüglich der Besteuerung bei Ex- und Import Hölzern auszuarbeiten. Laut Regierungssprecher Seibert soll dieser Gesetzesentwurf in der nächste Woche den entsprechenden Gremien zugeteilt werden. Als Beginn der Holzsteuer ist der 1. April 2013 vorgesehen.

Die Reaktionen seitens der Parteien fallen unterschiedlich aus. Innerhalb der CDU/CSU-Fraktion scheint man geteilter Meinung über diesen Vorstoß zu sein. Besonders Mitglieder des Bundestages aus eher ländlichen Regionen befürchten eine noch größere Urbanisierung, da viele Menschen sich die Arbeit und das Leben dann nicht mehr leisten könnten. Die FDP appelliert an die Holzunternehmen zu denken, da diese sonst die gefertigten Holzelemente nicht mehr in Masse verkaufen und dadurch die Gefahr von weniger Gewinn und der Verlust von Arbeitsplätzen entstehen könnte.

Aus Kreisen der Bündnis90/Die Grünen und der Linken ist man zum einen sehr überrascht worden von diesem Vorschlag. Zum anderen stimmen sie diesem grundsätzlich positiv zu, da dadurch die nachhaltige Forstwirtschaft noch mehr gefördert wird und für die Natur wieder mehr Erholungsgebiete generiert werden. Seitens der SPD hält man sich hinsichtlich der Holzsteuer noch bedeckt. Zuerst möchte man sich darüber intern beraten und die jeweiligen Meinungsströmungen abwägen.

Auf jeden Fall steht uns in der nächsten Zeit eine spannende und womöglich, einschneidende Zeit bevor. Aus diesem Grund sollten Sie sich, wenn Sie in absehbarer Zeit vorhaben, Ihr Haus oder/ und Ihren Garten mit Holz zu verschönern, bald nach hochwertiger Ware zu günstigen Preisen umsehen. Schlagen Sie dem vermeintlichem Gesetz ein Schnippchen.

Auf hoffentlich noch lange: Gut Holz!
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