Mittwoch, 30. Mai 2012

Resistenzklasse Terrassenholz

Nur die Harten kommen in den Garten

Ein Holz im Freien muss ganz schön hart im Nehmen sein. Anders als ihr Verwandter, ein Stubenhocker namens Parkettboden, sind Terrassenhölzer ständig extremen Beanspruchungen durch die Natur ausgesetzt. Der Großteil aller existierenden Holzarten wäre dafür schlichtweg ungeeignet und würde schnell unschön vermodern. Welche Hölzer für den Outdoor Einsatz geeignet sind, verrät die jeweils zugeteilte Resistenzklasse. Dies ist formuliert die europäische Norm DIN EN 350-2 folgendermaßen:

„Die Resistenzklasse beschreibt die Widerstandsfähigkeit [des ungeschützten Kernholzes] gegen zerstörerische Organismen [Pilze, Schädlinge], bei lang anhaltender Feuchte[mehr als 20%] oder Erdkontakt.“

Resistenzklasse 1:     sehr resistent

Resistenzklasse 1 – 2: sehr resistent bis resistent

Resistenzklasse 2:     resistent

Resistenzklasse 2 – 3: resistent bis mäßig resistent
Resistenzklasse 3:     mäßig resistent

Resistenzklasse 3 – 4: mäßig resistent bis wenig resistent

Resistenzklasse 4:    wenig resistent

Resistenzklasse 5:     nicht resistent

Das bedeutet für Sie: Hölzer mit bester Resistenzklasse können problemlos in direktem Erdkontakt verlegt werden und benötigen auch keine Überdachung – sie sind die perfekte Wahl für die Terrasse. Ab einer Resistenzklasse von 2 verlängern Sie die Haltbarkeitszeit Ihrer Diele, wenn Sie sie überdachen und nicht direkt auf die Erde legen. Holz mit der Resistenzklasse 3 muss unbedingt kesseldruckimprägniert werden, sonst werden Sie damit nicht lange Freude haben. Von Holzarten der Resistenzklasse 4 raten wir zum Terrassenbau grundsätzlich ab.

Nachfolgend eine Aufzählung der Resistenzklassen einiger der bekanntesten Hölzer.


Holzart
Resistenzklasse
Bangkirai
1 - 2
Cumaru
1
Douglasie
3 - 4
Eiche amerikanisch
2 - 3
Eiche europäisch
2
Fichte
4
Ipe
1
Lärche
3 - 4
Mahagoni
2
Massaranduba
1
Merbau
1-2
Robinie
1 - 2
Tanne
4

Interessant ist, dass in der höchsten Resistenzklasse kein einziges heimisches Holz vertreten ist. Erst in Resistenzklasse 2 findet man mit Eiche und Robinie zwei nicht exotische Vertreter. WPC Produkte und thermobehandelte Hölzer sind natürlich ebenfalls sehr resistent – aber da wurde ja auch nachgeholfen.
Reaktionen:

1 Kommentare:

Der Holzmensch hat gesagt…

Der Artikel über die Resistenzklassen von Terrassenhölzern ist fast perfekt. So kann man sich über die einzelnen Terrassenhölzer verschaffen. Was mir persönlich noch fehlt, wäre das man hier auch noch die richtigen Pflegeprodukte mit einbringt, sprich der Pflege Tonus, wie oft das entsprechende Holz, z.B. mit Öl behandelt werden muss. Sicherlich Hilfreiche wäre auch zu wissen, welche Pflegeprodukte hier angebracht wären. Das wäre doch auch mal eine Idee für eure Testreihen oder?

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