Freitag, 1. Juni 2012

Holz- Oberflächenveredelungen

Holz- OberflächenveredelungenDie Folgenden sind die Oberflächenveredlungen, die es in der Holzverarbeitung am häufigsten gibt:

Gebürstete Holzoberfläche

Durch eine Draht- oder Wurzelbürste werden die weichen Bestandteile des Holzes in Längsrichtung zu der Holzmaserung ausgebürstet. So kommen der härtere Bereich des Holzes, die Jahresringe und die natürlichen Maserungen besser zu Geltung. Sie bleiben durch diese Technik bestehen. Die Holzoberfläche erhält eine spürbare Struktur und wirkt durch die Bürstenbehandlung des Holzes besonders natürlich.

Gekälkte Holzoberfläche

Nicht jedes Holz eignet sich zum Kälken (auch: kalken). Für das Verfahren sind Holzsorten mit großen Poren z.B. Eiche, Walnuss etc. ideal. Diese Holzporen werden durch eine spezielle Behandlung geöffnet. Anschließend wird ein Gemisch aus Wachs und Farbpigmenten auf das Holz aufgetragen, so dass es in die geöffneten Holzporen einziehen kann. Die überschüssige Masse wird wieder abgezogen. Das Verfahren betont die Maserung des Holzes und es bekommt eine sehr individuelle Optik.

Gedämpfte Holzoberfläche
Durch das spezielle Dämpfverfahren wird der natürliche Farbton des Holzes verändert. Dadurch bekommt Buche beispielsweise einen schönen rötlichen Farbton. Beim Dämpfen wird das Holz durch Wasserdampf, der je nach gewünschter Farbänderung auf ca. 90 - 100 Grad Celsius erhitzt wird, auf Temperatur gehalten. Dieses Verfahren kann auch mehrere Tage dauern.

Geräucherte Holzoberfläche
Durch das so genannte "Räuchern" wird im Holz mittels einer chemischen Säure-Base eine Reaktion hervorgerufen, die den Farbton des Holzes verändert. Eiche wird so beispielsweise dunkel bis schwarz-braun. Wie stark der Farbton sich verändert und welche Farbe das Holz dadurch annimmt, hängt vom Gerbsäuregehalt des jeweiligen Holzes ab. Dieser kann auch innerhalb eines Stücks Holz unterschiedlich sein. Dadurch entsteht ein leichtes Farbspiel bei der Räucherung und das Holz wirkt durch die Betonung der natürlichen Holzstrukturen besonders rustikal.

Geschroppte Holzoberfläche

Als Schroppen bezeichnet man die Behandlung der Holzoberfläche mit Hobeleisen. Die Oberfläche weist ausgeprägte Höhen und Tiefen auf. Dadurch entsteht eine sehr individuelle, teils mehr antik wirkende Holzoptik.

Gelaugte Holzoberfläche

Durch eine Laugenbehandlung wird die Holzoberfläche heller. Eine Laugenbehandlung von Holz schützt zusätzlich vor der natürlichen Verfärbung, die sich normalerweise mit der Zeit einstellt. Die Strukturen des Holzes bleiben erhalten, da die verwendeten Laugen mit Inhaltsstoffen des Holzes reagieren. Für das Laugen kommt nicht jede Holzart in Frage.
Reaktionen:

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

 
Design by Free Parkettboden WordPress Themes | Bloggerized by Lasantha - Premium Blogger Themes | Links