Montag, 4. Juni 2012

Parkett

Parkett
Was ist Parkett?

Unter Parkett versteht man einen Bodenbelag aus Holz, der in geschlossenen Räumen eingesetzt wird. Meistens besteht Parkett aus Hartholz von Laubbäumen. Heimische Parkettsorten sind Eiche, Buche, Lärche und viele weitere. Tropenhölzer sind auch im Einsatz. Die jeweiligen Parkett Karteikarten in unserem Blog geben Ihnen mehr Informationen über diese Sorten.  

Bei der Parkett Herstellung wird der jeweilige Baum in Stücke gesägt und in bestimmten harmonischen Holzmustern wieder als Parkett zusammengesetzt. Das Holz sollte dann immer so eingebaut werden, dass sich die Holzfaser horizontal befindet. Anders sieht es bei den Hölzern aus, deren Jahresringe sichtbar sind. Die Holzfasern sollten dann vertikal liegen. Diese Konstellation bezeichnet man als Holzpflaster. Mit dem umgangssprachlichen Dielenboden bezeichnet man einen Holzboden in großem Format.

Parkett verlegen

Früher war es so, dass der Parkettboden einen tragfähigen Untergrund benötigte, so dass man das Parkett optimal verkleben konnte. Heute ist ein Verkleben nicht immer von Nöten, da es Fertigparkett gibt. Fertigparkett wird schwimmend verlegt.

Parkett Vorteil
Da es sich bei Parkett um einen echten Holzfußboden handelt, ist dieser fußwarm. Ein Tipp: Gehen Sie doch mal in den Baumarkt oder den heimischen Holzfachhandel und legen Sie Ihre Hand erst auf ein Stück Laminat, anschließend auf ein Stück Parkett. Sie werden überrascht sein, wie kalt Laminat ist und wie angenehm warm Parkett ist. Geöltes Parkett wirkt sogar raumklimatisierend. Aufgrund seiner Oberfläche ist Parkett auch sehr hygienisch.

Parkett Nachteil

Zu den Nachteilen von Parkett kann man pauschal sagen, dass es bei zu trockener Raumluft mehr zur Fugenbildung neigt.

Da es mehrere Parkettsorten mit individuellen Vorteilen und Nachteilen gibt, können wir diese hier nicht alle aufführen. Suchen Sie Informationen zu einer bestimmten Parkettsorte, geben Sie deren Namen einfach in unser internes Suchfeld ein. Sollte ein Bericht über die Parkettsorte existieren, können Sie aktuelle Informationen dazu einsehen. Bitte bedenken Sie aber, dass wir keine Garantie für die Richtigkeit der Informationen über das Parkett geben können. Wir raten daher, immer einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Sollten über die von Ihnen gewünschte Parkettsorte keine Informationen vorhanden sein, dann schreiben Sie uns und wir reichen ggf. den Parkettbericht im Blog nach.

Parkett Material/ Bäume


Europäische Holzarten, die in Parkett umgewandelt werden, sind:
Akazie/Robinie
Ulme/Rüster
Hainbuche
Eiche
Apfelbaum
Birnbaum
Edelkastanie
Buche
Ahorn
Birke
Nussbaum
Esche
Kirsche
Olive
Kiefer
Douglasie
Walnuss
Lärche 

Tropische Holzarten für Parkett sind:
Doussie
Iroko
Gabreuva
Peroba
Jatoba
Eukalyptus
Mutenye
Bongossi/Azobe
Kosipo
Kotibe
Landa
Limbali
Louro vermelho
Merbau
Wenge
Teak
Zebrano
Palisander
Bubinga
Mahagoni
Belinga
Sucupira

Parkett Schichten
Mehrschichtparkett: Bei Mehrschichtparkett wird auf ein Trägerholz das Parkettholz verleimt. Als Trägerplatten kommen zum Beispiel auch Kiefer, Fichte etc. zum Einsatz.

Parkett Härtegrad
Der Härtegrad von Parkettböden wird im Allgemeinen in Brinell- Härte angegeben. Dabei gilt: je höher, desto fester ist das Parkett. Die Brinell- Härte wird mittels der Einpresstiefe einer kleinen Eisenkugel in das jeweilige Parkett Holz bestimmt.

Parkett Arten
Das Parkett kommt in verschiedenen Ausführungen vor:

Massivparkett
Das Massivparkett besteht aus Massivholzstücken. Hierbei wird in mehreren Ausführungsarten unterschieden. Massivparkett wird üblicherweise roh verlegt und dann mit einer Parkettschleifmaschine in ein bis zwei Schleifgängen abgeschliffen. Anschließend muss der Parkettboden versiegelt werden. Hierzu stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung. Diese sind: lackieren, ölen oder wachsen.  Dank des Fortschrittes der Parkett Hersteller gibt es das Massivparkett auch als Fertigparkett. So entfallen auch das Verkleben und das Schleifen von Massivparkett. Fertigparkett ist enorm zeit- und kostensparend.

Massivparkett Hinweis

Im 19. Jahrhundert wurden die Massivparkettarten Lamparkett, Hochkantlamellen und Holzpflaster mit Teerklebern verklebt. Der Untergrund für Massivparkett war meist ein Zementstrich oder ein Asphaltstrich. Die Kleber von damals stehen in Verdacht, krebserregend zu sein, da diese PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) beinhalten sollen. Heute spricht man auch umgangssprachlich von Paks. Daher kann ein alter Parkettboden eine Gefahrenquelle sein. Bei der Demontage eines solchen Parketts ist darauf zu achten, dass Sie gut geschützt sind, da die Paks sich über Atemluft und Haut aufnehmen lassen. Auch Nahrung kann durch den Staub kontaminiert werden. Am stärksten sind Kinder betroffen. Um sicher festzustellen, ob im alten Parkettboden so ein Kleber verwendet wurde, wird dringend zu einer Überprüfung vom Fachmann geraten.

Stabparkett 
Das Stabparkett wird aus einzelnen Holzstäben mit typischen Abmessungen zusammengesetzt. Es gibt bei Stabparkett auch dünnere Parkettstäbe und Stäbe mit 2-schichtigem Aufbau. Das wird auch Fineline Parkett genannt. Das Parkettmuster ist auch als Fertigparkett erhältlich. Bei der Fertigparkett Herstellung werden in das Parkett Trägermaterial eine Nut und eine Feder gefräst. So lässt sich beim Parkettverlegen die Feder in die Nut stecken. Dadurch wird ein Verbund der einzelnen Parkettdielen gewährleistet. 

Nagelparkett
Nagelparkett ist auch immer noch sehr beliebt, da beim Verlegen kein Kleber benötigt wird. Beim Verlegen des Nagelparketts wird die Feder des Parketts auf den Unterboden aus Holz genagelt. Das nächste Parkettstück verdeckt den Nagel wieder mit der Nut. Durch das Nageln bekommt man einen sehr festen Parkettboden.

Mosaikparkett

Mosaikparkett besteht in der Regel aus kleineren dünnen Holzlamellen mit einer Stärke von 8 bis 10 mm. Diese Holzlamellen sind meistens auf ein Netz geklebt, um diese später besser verlegen zu können. Mosaikparkett wird standardmäßig in quadratischen Lamellen mit einer Kantenlänge von 12 cm verlegt. Das Mosaikparkett wird nach der Verlegung geschliffen und versiegelt. Die Versiegelungsmöglichkeiten von Mosaikparkett sind auch Lacke, Öle und Wachse.

Hochkantlamellenparkett
Das Hochkantlamellenparkett besteht wie das Mosaikparkett aus einzelnen Vollholzlamellen. Die Vollholzlamellen des Hochkantlamellenparketts haben einem Querschnitt von meist ca. 8 mm × 22 mm. Bei dem Parkett werden die einzelnen Lamellen hochkant angeordnet und durch Papierstreifen, Kunststoffnetze oder Klebebänder in Verlegeeinheiten vereint. Hochkantlamellenparkett hat den Vorteil, dass es häufiger geschliffen werden kann. Daher findet man diesen Parkettboden noch in sehr alten Gebäuden. Die Parkettsorte ist aber auch sehr beliebt in Designwohnungen, gerade durch seine unverkennbare Bodenoptik. 

Parkettdiele
Bei der Herstellung einer Parkettdiele werden massive Parkettstäbe verleimt und bilden eine Diele. Üblich bei einer Parkettdielen Herstellung sind 2 oder 3 parallele Stabreihen. Die Parkettsorte bietet die längsten Parkettbretter, da diese  2–3 Meter und mehr lang sind. Durch dieses Parkett lässt sich vor allem in großen Räumen ein sehr schönes Bodenbild erzeugen.

Massivdiele
Die Massivdiele wird aus einem Stück Massivholz hergestellt. Die Massivdiele verfügt über ein sehr großflächiges Format. Die Massivdiele gehört zu den edelsten Parkettsorten und somit auch zu den teuersten. Massivdielen sollte man daher auch vom Fachmann verlegen lassen.

Tafelparkett
Das Tafelparkett wird auch als Französisches Parkett bezeichnet. Beim Verlegen von Tafelparkett werden geometrische Muster aus Sternen und Rauten zu quadratischen Tafeln verleimt. Meistens wird das Bodenbild zweifarbig gestaltet. Tafelparkett findet man daher auch in vielen Schlössern. 

Mehrschichtparkett
Die Parkettsorte wurde 1939 von Johann Kähr entwickelt. Das Herstellungsverfahren hat er sich auch patentieren lassen. Das Unternehmen Kährs war auch das erste Unternehmen, das Fertigparkett auf den Markt brachte. Das Fertigparkett hat durch seinen dreischichtigen  Aufbau eine höhere Verwerffestigkeit, da auch ein Gegenzug zum Einsatz kommt. Ein Verkleben des Fertigparkettbodens entfällt.

Parkett Klicksysteme
Bei den Parkett Klicksystemen unterscheidet man klar zwischen "kraftschließenden" und "formschließenden" Systemverbindungen. Bei den kraftschließenden Systemen erfolgt die Verbindung des Parketts durch die Überwindung eines Widerstands, der nachher das Parkett zusammenhält.

Häufig müssen beim Verlegen die Parkettdielen vertikal mit einem dafür vorgesehenen Eisen eingeklopft werden. Ältere kraftschließende Systeme müssen oftmals noch geleimt werden.

Bei formschließenden Systemen handelt es sich um ein Winkelsystem. Hier werden die Parkettdielen in eine gefräste Nut mit der Feder von oben eingewinkelt. Mit dieser Technik lässt sich der Parkettboden schwimmend verlegen, auch ohne verkleben.

Sollten Sie sich für ein Parkett entscheiden, das verklebt werden muss, achten Sie bitte bei der Kleberwahl dass dieser ohne Paks ist. Eine fachmännische Beratung ist wirklich von Vorteil.

Eines ist sicher: Parkett ist eine gute Entscheidung.
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